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Und schon wieder sind unzählige Wochen vergangen; an mir vorbeigeschlichen wie demütige Greise… Und zu den ganzen Unbillen der vergangenen Monate gesellt sich seit einiger Zeit ein neues Übel: der Mittelfinger meiner rechten Hand will nicht mehr so richtig funktionieren, sprich, ständig hängt er hinterher, bzw. lässt sich nicht mehr strecken. Das ist nicht nur lästig, nein, das ist auch überaus schmerzhaft, wenn ich den Finger wieder geradebiegen muss. Vor einiger Zeit war ich damit schon beim Orthopäden. Dieser konnte auch nix machen, nur in Aussicht stellen, dass das aller Wahrscheinlichkeit nur schlimmer werden würde. Einzige Behandlungsmöglichkeit wäre eine OP. Nun, seinerzeit war es noch nicht soooo schlimm und ich ging erst einmal wieder nach Hause. Nunmehr die Beschwerden echt lästig sind. So habe ich am Freitag in Hamburg einen Termin bei einem Handchirurgen. Nene, eine OP kann ich mir aktuell nicht erlauben, da man nach der OP für einige Zeit mit der Hand nix sinnvolles anstellen kann. Und sinnvoll heißt für mich ja in erster Linie Geld verdienen. So eine Auszeit muss ich mit den verbliebenen Stammkunden ersteinmal absprechen. Also muss ich Aufträge, die schon jahrelang zu einer bestimmten Zeit anfallen schon soweit vorarbeiten, dass ich die dann mit der operierten Hand zum Termin noch irgendwie bewerkstelligt bekomme. Nun, ich werde am Freitag dann ja sicher genaueres erfahren, also was die Dauer der „Schonzeit“ betrifft usw.

Und so kreisen meine Gedanken jeden Tag auf´s Neue um das „Wie soll das alles noch werden?“ Natürlich sitze ich nicht den ganz Tag herum und starre Löcher in die Luft. Dafür ist dann doch zu viel zu tun im Haus, Werkstatt und Garten. (Zugegebenermaßen muss ich mich zu einigen Sachen dann auch echt in den Hintern treten, um mich dazu aufzuraffen.) Und bis vor einer Woche hatte ich ja auch noch meine Saisonarbeit. Jedoch lassen sich die Gedanken nicht einfach abstellen – egal womit ich gerade beschäftigt bin.

Und da ich mit musikalischer Beschallung so recht nichts anzufangen weiß, dudeln zur Ablenkung halt Hörbücher im Rabenhaus von morgens bis abends. Auch wenn ich die schon alle auswendig kenne. Egal. Als Alternativprogramm stelle ich mir (meist in der Werkstatt) das Plappersmartphone an und lasse in Endlosschleife die immer gleichen Dokumentationen auf YT abspielen. Ich warte schon echt darauf, dass mal jemand an die Tür klopft und mich fragt, ob ich noch alle beisammen habe, weil ich mir immer wieder den gleichen Kram anschaue. Dabei schaue ich den ja gar nicht an, ich höre eben nur zu, schließlich muss ich ja in der Werkstatt arbeiten.

Nun gut, Petrus meint es in diesem Sommer jedenfalls gut mit mir und erspart mir gelegentlich das lästige Gartengießen am Abend – dafür herzlichen Dank! Und dem Professor geht´s auch gut…

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Und nach wie vor gilt: Aufgeben gibt´s nicht!

Also gut, es ist Mitte Mai im Jahr 2 der Krise. Und auch wenn gefühlt alle aktuell den Sommerurlaub planen, weil sie offensichtlich guter Hoffnung sind, dass das mit dem in diesem Jahr dann was wird, krebst Rabea Rabenhaus so vor sich hin. Und an einen Sommerurlaub ist bei weitem nicht zu denken. Erstens, wovon sollte sie den bezahlen und zweitens, wovon sollte sie den bezahlen? Und selbst wenn sie den bezahlen könnte, könnte sie keine Minute abschalten, da die Sorgen um die Selbständigkeit viel zu groß sind. Da hilft´s auch nix, das ich mir für knapp über Mindestlohn eine Saisonarbeit gesucht habe. Ja, kann man mal machen! Aufgeben gilt halt nicht. Aber es ist schon ein relativ beschissenes Gefühl, wenn die Aufträge für die Firma nur seeehr spärlich reinkommen und alle Kosten munter weiter anfallen.

Und da ich gerade so schön am rumheulen bin, kann ich mich auch gleich noch über das windoofe Windoof aufregen. Ich weiß ja nicht, was das soll und ob ich der einzige Blödmann bin, der einfach nicht riffelt, wie das mit den ätzenden Farben der Programme umgestellt wird. Und jaaaaa, ich habe alles, alles, alles versucht – aber nichts gefunden was das Problem löst… letztlich habe ich nur das mit dem Kontrast gefunden. Das hilft mir zwar das Hässlichquietschblau vom Monitor zu beamen, führt aber zu Anzeigeschwächen in anderen Bereichen…

 

 

Und nein, ich werde das Betriebssystem nicht ändern – aus unzählig genannten Gründen.

Und da ich gerade dabei bin: auch der Professor jammert mir seit gefühlt 10 Wochen die Ohren voll: ihm passt das Wetter da draußen nicht… ihm geht der Regen auf die Nerven… er mag den stürmischen Wind nicht… es ist ihm zu kalt für die Jahreszeit… ihm ist langweilig, weil er nicht raus mag… weil es regnet, stürmisch ist und kalt…

Aber es gibt auch etwas Positives zu berichten: der Billigrasendünger wirkt Wunder! Aber vielleicht liegt das mit dem satten Grün und dem stetem Wuchs auch an dem vielen Regen…

In diesem Sinne… Kopf Hoch, auch wenn der Hals schmutzig ist!

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Und dann ist da ja noch die Sache mit der heimischen Abwaschangelegenheit. Also und im Prinzip könnte ich die wenigen Töpfe, Pfannen, Besteck- und Geschirrteile auch im Spülbecken und mit Hand abwaschen. Jedoch in Ermangelung eines entsprechenden Abtropfkorbes kann ich mich zu dieser Tat nicht aufraffen. Es ist einfach elendlich, wenn man die tropfnassen Teile ohne jegliche und sinnvolle Abstellmöglichkeit einfach so in das runde Ding abstellt. Alles rutscht einfach vom Rand und sammelt sich irgendwie zu einem Berg.

Und während es für „kantige“ Abtropfgelegenheiten unzählige Angebote in allen erdenklichen Materialien, Größen und Preisklassen gibt, sind entsprechende runde Teile einfach nicht zu haben. Also, für Rabea Rabenhaus gibt es diese nicht, da sie sich vehement dagegen wehrt bei A…zon etwas zu kaufen und zwielichtige Shops, die in ihrem Impressum nur eine mailadresse angeben, sind für sie auch keine Alternative…

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Das hat sich der Silikonkartuschen bewaffnete Vormieter ja mal wieder toll ausgedacht, als er diese Spülgelegenheit hier im Rabenhaus installiert hat. Mit Silikon hat er jedenfalls nicht gespart. Wobei das das Problem mit dem Wasserhahn und dem Fenster auch nicht löst. Es ist eh schon echter Murks, wenn Rabea Rabenhaus auf die Arbeitsplatte krabbeln muss, um die Fenster in der Küche zu putzen. Und so kommt als zusätzliche Herausforderung noch hinzu, dass das linke Fenster direkt hinter der Spülgelegenheit nur knapp 30 cm weit zu öffnen ist. Dann nämlich knallt der Fensterrahmen an den Wasserhahn. Nun könnte man meinen, die Fensterscheiben könne man ja auch von außen putzen. Jaaaaa, das ist durchaus möglich, wenn man dann auch gleich noch eine entsprechende Leiter mitschleppt – wozu ich persönlich keine Lust habe. Also ehrlich, so ein Fenster ist normalerweise in 5 Minuten geputzt, und ich soll erst noch alles einschließlich einer Leiter rausschleppen? Blödsinn! Und irgendwie beschleicht mich auch in diesem Fall das Gefühl, dass so mancher Hobbyhandwerker besser daran getan hätte, die Finger von dererlei Murks zu lassen…

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unmöglich

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Und dann war da ja noch die Sache mit dem Schnee, dem Herkules und dem Frühjahrsputz. Gut, die Sache mit dem Schnee hatte sich dann heute gen spätem Vormittag von allein erledigt. Also, nicht, dass nun in Feldwaide spontan der Frühling ausgebrochen wäre – ganz und gar nicht. Der stete Regen hat einfach den Schnee weggewaschen und somit hatte sich auch mein ursprünglicher Plan, irgendwas im Garten zu machen, erledigt.

Also musste ich meine Zeit mit irgendetwas anderem todschlagen – man hat ja zuweilen reichlich Gelegenheit dazu in der Krise… Ursprünglich hatte ich mir für heute vorgenommen im Garten rumzutüddeln. Doch der Sprühregen und der stete Wind waren mir dann doch etwas zu ungemütlich. Nach dem dritten Kaffee kam mir dann die Idee: der alte Herkules! Keine Ahnung, warum mir der eingefallen ist. Seit Jahren fristet der alte Drahtesel ein trauriges Dasein im rabenhaus´schen Carport. In Bremen hatte ich ihn ja noch regelmäßig benutzt, doch seit meinem Umzug nach Feldwaide stand er dann nur noch im Carport rum. Wobei zu erwähnen ist, dass der Carport nicht so ein lüttes Ding ist. Theoretisch würden 2 Autos reinpassen – jedoch besitze ich nur eines. Also ist noch ausreichend Platz für n Rasenmäher, Grünschnittsäcke und eben nem Herkules.

Und ein Carport ist eben auch keine Garage, ergo haben Wind und Wetter, Staub und Dreck dem alten Drahtesel zugesetzt. Heute endlich war dann sein großer Tag. Schwubs war das Ungetüm in die Waschküche verfrachtet und nach einigem Tüddeln, Wischen und Kram erstrahlt er jetzt wieder in zeitgemäßem Glanz – will heißen: Herkules ist ein altes Fahrrad und wird es auch immer bleiben! Und nein, ich strebe nicht nach so einem Hightech-Ding. Mir reicht mein alter Drahtesel. Und jetzt, wo man ihn auch wieder ohne sich die Finger schmutzig zu machen anfassen kann, werde ich ihn auch wieder in Betrieb nehmen!!!

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