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Abschied

Und manchmal reicht ein klitzekleines Juhu! einfach nicht fürs leben. Weil ein klitzekleines Juhu! einfach nur das ist was es ist: ein klitzekleines Juhu!

Und so sind das Kleine Schwarze und ich dankbar, dass wir Dich an deinem letzten Tag begleiten durften; sind wir froh, dass wir den Mut aufbrachten, um bei Dir zu sein bis zu dem Moment da Dein Weg hier auf Erden endete.

Mach´s gut mien Jung…

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Ich denk an Dich und an all die Jahre, die wir zusammen verbracht haben…

und ja, ich pass auf Das Kleine Schwarze auf, versprochen!

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Der Dad vom Kleinen Schwarzen hat seine OP soweit gut überstanden. Und auch wenn er 7 Tage später noch immer an unzählige Schläuche, durch die irgendein Zeug tröpfelt, angeschlossen ist und mehrere Katheter im Einsatz sind und er bisher das Bett noch nicht wirklich verlassen konnte – es wird jeden Tag ein büschen besser. Das alles ist ein klitzekleines Juhu! auf jeden Fall wert.

Und in Zeiten, in denen das Leben nicht so richtig ein Ponyhof ist, braucht´s wenigstens ein klein wenig Casper´le-Theater. Und so freut sich das Kleine Schwarze wie Bolle, dass sie es durchs Casting für ein Musikvideo geschafft hat! Schon im vergangenem Jahr hatte das Kleine Schwarze für eben diesen Casper Freikarten für ein Minikonzert in Hamburg gewonnen. Und nun wird noch eins drauf gesetzt und sie wird bei einem Videodreh von denen mitmachen.

Und – Rabenmutter, wie ich nun mal bin – werd ich das Kleine Schwarze am Tage der Aktion natürlich höchstpersönlich die paar 100 Kilometer durchs Land kutschieren… wozu hat man schließlich Mütter :D

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…und wenn dann alles im Kasten ist und das Video online steht, werd ich es natürlich hier verlinken!

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Kapitel 825 / Zeitig

Immer mal wieder lese ich den Satz auf einem Blog: „… es ist ruhig geworden hier…!“ – naja, jedenfalls so oder so ähnlich. Und dann folgen in der Regel einige Erklärungen, warum der/die BlogschreiberIn aktuell, seit geraumer Zeit oder überhaupt und sowieso keine Lust/Zeit/Gelegenheit oder sonst was hat, um regelmäßig oder überhaupt noch Posts zu verfassen oder zu veröffentlichen. Andere Blogs wiederum verschwinden einfach von der Bildfläche… ohne weitschweifende Erklärungen…

Nun, Rabea Rabenhaus hat nicht vor in naher oder ferner Zukunft ihren Blog zu schließen. Auch denke ich nicht über einen erneuten Ortswechsel nach, um einen Umzug hier in allen Einzelheiten zu zelebrieren (ich glaube es müssten bisher 4 Umzüge gewesen sein die dieser Blog schon mitgemacht hat).  Dem Professor geht es auch gut und ich denke nicht ernsthaft darüber nach die Welt täglich mit einer Anekdote aus seinem Leben zu langweilen.

Was bleibt also? Naja, vielleicht das Leben. Zum Beispiel die Sache mit meiner Mom. Es ist schon über ein Jahr her, dass sie meinte, nicht mehr in ihrem Klein Häuschen bleiben zu wollen. Schon zu der Zeit kam täglich jemand vom ambulanten Pflegeteam, um bei ihr nach dem Rechten zu schauen, da meine Mom immer vergesslicher wurde. Und auch mein großes Schwesterherz besuchte sie jeden Tag, so es ihre Zeit zuließ. Mein großes Schwesterherz war es auch, die das Kunststück fertigbrachte, ein wunderbares Seniorenheim in erstaunlich kurzer Zeit zu finden, in welches meine Mom dann einzog. Seither ist ein Jahr vergangen. Ein Jahr, in dem wir das Klein Häuschen räumen und verkaufen mussten. Ein Jahr, in dem meine Mom immer vergesslicher wurde. Ein Jahr, in dem meine Mom nicht mehr wusste, warum sie dort war wo sie war. Ein Jahr, in dem der Moment kam, als ich die Tür zum Zimmer meiner Mom öffnete, und sie mich nicht mehr erkannte – woraufhin ich eine ganze Woche Schnotten und Tränen geheult hatte… und meinem großen Schwesterherz so dankbar war/bin, dass sie die richtigen/tröstenden/ehrlichen/mutmachenden Worte gefunden hat, um mir über den ersten schlimmen Schmerz hinwegzuhelfen. Ein Jahr ist vergangen, in dem mein großes Schwesterherz immer ein offenes Herz für meine Traurigkeit und zuweilen auch Verzweiflung hatte, mir zugehört, mir Mut gemacht, mir erklärt und mir die Angst genommen hat. Liebes großes Schwesterherz, ich danke dir von Herzen für deine Geduld^^

So ist ein Jahr vergangen. Ein Jahr, in dem ich mir mal keine Gedanken um eine neue Bleibe machen, in dem ich keinen Umzug planen und keine Kisten und Kästen packen musste.

Und am Ende dieses Jahres das Leben dann mit einer neuen Herausforderung aufwartet… weil Krebs ein Arschloch ist und daher all meine Gedanken beim Dad vom Kleinen Schwarzen sind… ich ihm von Herzen alles, alles erdenklich Gute wünsche, alle guten Geister mobilisiere, ihm alle Engel oder wen auch immer schicke, auf dass sie auf ihn aufpassen… ihn behüten und beschützen mögen… für seine OP heute. Alles wird gut! Ich glaube ganz fest daran!

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Nachtrag: Der Dad vom Kleinen Schwarzen hat die komplizierte OP überstanden! Danke auch allen guten Geistern, allen Engeln und allen anderen die auf ihn aufgepasst haben…

Für ein gemeinsames Projekt vom Kleinen Schwarzen und meiner Wenigkeit werden einige „altertümliche“ Kleinigkeiten benötigt. So bummelten wir auch am letzten Sonntag schon in aller Frühe wieder über einen Flohmarkt – und wurden fündig. Und die obligatorische Fenstereule fand sich natürlich auch recht schnell. Und während sich im Scheibenheim 26 Türen befanden gibt es hier tatsächlich nur 14 Türen. Die Anzahl der Fenster hat sich allerdings immens erhöht… es sind nach der letzten Zählung 26 Fenster – und um eine gewisse Ordnung wieder herzustellen: im Scheibenheim gab es 14 Fenster… öhm, was wollte ich eigentlich sagen? Ach ja: noch lange nicht hat jedes Fenster hier im Rabenhaus seine eigene Eule^^

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Und die nachfolgenden Stücke fanden sich auf einem Flohmarkt vor 2 Wochen. Das kleine Notizbüchlein ist sehr aufschlussreich: Briefmarken und Briefpapier waren 1944 offensichtlich sehr wichtig und Wurst wesentlich günstiger als Seife. Ich mag derlei Zeitzeugen ja ganz arg – sind sie doch ein klitzekleiner Einblick in das Leben längst vergangener Zeiten.

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