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Es ist schon viele, viele Jahre her, da gönnte sich Rabea Rabenhaus ein 2. Leben. War ganz einfach: anmelden, Festplatte zumüllen, einloggen, loslaufen im second life. Ehrlich, ich habe das ganze Bohai, das seinerzeit um dieses virtuelle Dingsbums gemacht wurde, schon damals nicht geriffelt. Vielleicht lag es ja daran, dass ich kein so kommunikativer Mensch bin (heutzutage würde womöglich die Bezeichnung Nerd treffend sein, aber ist ja auch egal). Vielleicht lag es aber auch an meinem Avatar, der mit diesem extra gekauften, leicht schlurfenden Gang daherkam, barfüßig und so ganz ohne Sexappeal. Keine Ahnung.

Jedenfalls, eines Tages schlurfte ich in einem dieser Shop herum, in denen man die tollsten Highheels und die abgefahrensten Klamotten kaufen konnte… nun ja, offensichtlich waren sie das in den Augen anderer. Rabea Rabenhaus indes wenig interessiert an dem Angebot so die Gänge entlang schlich, die Hände in den Hosentaschen vergraben, den Kopf wie immer leicht gesenkt. So stolperte sie eine Treppe zu einer Rotunde herunter und fand sich einsam und verlassen dastehen. Wer braucht in so einem Shop eine Rotunde? Soll man sich da vielleicht auf die Stufen setzten und mit anderen plaudern? Es gab keine anderen, das war nun einmal Fakt. Und selbst wenn dort andere herumgelungert hätten, Rabea Rabenhaus hätte keine Veranlassung gesehen, mit denen ein Plauderstündchen abzuhalten. Wozu auch?

So machte ich mich also auf den Rückweg. Wieder oben angekommen semmelte ich erst einmal gegen die nächste Wand. Ja, die Navigation war damals etwas hapselig und die Menschheit noch Jahre vom Touchscreen entfernt. Kann aber auch sein, dass ich einfach zu doof war. Wer weiß das schon so genau. Nun, ich drehte mich mehrmals um meine eigene Achse, lief wieder los… direkt auf eine Wand zu… versuchte das erneute Anrempeln mit hektischen Klicks auf der Tastatur zu verhindern und… verschwand!

Nein, also ich verschwand nicht wirklich, auch wenn es mir schon etwas peinlich war, dass die anderen Avatare mein unkoordiniertes Herumzappeln natürlich sehen konnten und so wäre es mir damals wahrscheinlich schon recht gewesen, dass sich einfach der Boden auftut und ich darin verschwinde. Und irgendwie war es auch so, denn ich rutschte durch irgendeine Raumzeitspalte aus dem Shop direkt in die Unterwelt.

Oh woooow, dachte ich mir, ganz schön spooky hier. Tatsächlich war ich aus dem Shop mitten in einem dämmerlichten Meer gelandet, oder in einem See, whatever. Jedenfalls lief ich über den – ich sach jetzt einfach mal – Meeresgrund. Es gab eine Menge Schiffsrümpfe, an denen ich vorbeischlenderte. Dunkel und bedrohlich wirkten sie auf mich. Und seltsamerweise waren alle mit so einer Art Absperrung geschützt – Zutritt verboten flackerte dort überall auf. oookaayyy, dachte ich mir, es gibt offensichtlich im second life noch eine weitere Ebene, eine hinter dem zweiten Leben.

Die verbotenen Zonen kamen mir unheimlich vor. Und ehrlich, ich wollte auch gar nicht wissen, was in diesen „Darkrooms“ so abging. Offensichtlich befand ich mich in einem Bereich, der nur für Eingeweihte gemacht war. Ich setzte also eine Landmarke und verschwand von dort.

Tags drauf schlenderte ich von Neugier getrieben wieder in den Shop, suchte die Stelle bei der Rotunde, an der ich durch die Spalte gerutscht war – fand sie aber nicht mehr. Also die Stelle fand ich schon, aber es gelang mir nicht hindurch zukommen. Egal wie ich mich auch drehte und wendete, egal wie oft ich absichtlich an die Wand semmelte, ich kam nicht durch. Ging einfach nicht. Für andere muss ich ausgesehen haben, wie ein Gartenzwerg auf Speed, der in seinem Vollrausch immer wieder und mit Wonne gegen die Wand brettert. Irgendwann wurde es mir zu blöd und ich beamte mich mittels der Landmarke in den Untergrund. Und wieder schlenderte ich an den No Entry-Areas vorbei.

Erstaunlicherweise war die Rotunde, also dieses Stufendingens auch dort unten vorhanden, halt nur eben von der anderen Seite. Ich konnte sogar durch die Spalten der Treppenstufen in den Shop schauen.  Neugierig lief ich da unten einfach so herum, vermied es tunlichst den No Entry-Areas zu nahe zu kommen und kam irgendwann zwischen mehreren Gebäuden an einem winzigen Strand aus dem Wasser. Und so sehr ich auch suchte, von dort gab es kein Rauskommen. Ich beamte mich wieder zurück und versuchte von außen einen Zugang zu dem Strand zu finden. Erfolglos. Nur mittels der Landmarke konnte ich mich in diesem Bereich beamen. Und dieser Strand war auch auf keiner Landkarte eingezeichnet und es gab an dieser Stelle auch kein wie auch immer geartetes Gewässer. Schon komisch. Richtig komisch war dann, dass nach einigen Tagen die Landmarke aus meinem Weißnichtmehrwiedashieß verschwunden war. Einfach weg das Ding…

Nun, second life ist ein Computerspiel, also im weitläufigen Sinn und Programmierer können in dieser virtuellen Welt wahrscheinlich alles zusammenbasteln, wonach ihnen der Sinn steht. Und die Entdeckung der No Entry-Areas verwundert mich letztlich nicht. Und dass es Rabea Rabenhaus mit all ihrer Dusseligkeit geschafft hatte, durch irgendeine Programmiererpanne dort hinzugelangen, war wahrscheinlich einfach nur purer Zufall. Auf jeden Fall hat der Pannenprogrammierer es dann geschafft, die Spalte zuzumauern und mir auch gleich noch die Landmarke aus meinem Dingens zu löschen. Na ja, was ein kleiner Beweis dafür wäre, dass ein virtuelles Leben nicht ohne Beobachtung von irgendwelchen Dödeln abgeht.

Aus meinem virtuellen zweiten Leben hatte ich mich damals recht zügig wieder verabschiedet – war nicht so meine Welt…

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PS: Richtig geärgert hatte ich mich darüber, dass ich keine snapshots von dort unten gemacht hatte, doofdas!

 

PPS: gibt es diese second life Plattform eigentlich noch?

Kapitel 776 / Fooding

Auch wenn´s keiner mehr sehen mag: es gibt noch mehr chopstickfood. Das Feine daran: der Kram ist einfach super schnell zubereitet und super langsam zu essen. Und tatsächlich kann man offensichtlich alles einfach in mundgerechte Stücke schnibbeln und dann mit Stäbchen essen…

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… auch die full-vegetable-Version in die je nach Geschmack am Ende einfach noch einige Fetzen Rohschinken und einige Würfel Feta untergerührt werden. Fertig.

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Kapitel 775 / Fooding

Salat geht auch…

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Kapitel 774 / Fooding

…´s geht auch mit Frikadellen und Ketchup :D

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Sonst noch Wünsche ;)

Kapitel 773 / Fooding

Mahlzeit…

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mit Teriyaki-Sauce…