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Das Kleine Schwarze hat mir aus Hamburg vom Asia-Laden Nudeln mitgebracht. Da ich viel im Wok koche, wollte ich mal die Nudeln dazu ausprobieren. Wokkochen ist einfach so herrlich simpel: Gemüse und what ever schnibbeln… den Garzeiten entsprechen in den Wok geben, gelegentlich umrühren… fertig. Wobei das Schöne beim Kochen mit dem Wok ist, dass Gemüse eher bissfest gegart wird, ergo geht es supi schnell! Bisher habe ich immer auf „Beilagen“ wie Nudeln, Reis etc. verzichtet. Naja, wenn das Gemüse reichhaltig gewählt ist, braucht´s auch nicht unbedingt noch was dazu. Ich mag es jedoch mal ausprobieren…

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Auch den kleinen Wackelkürbis hat mir das Kleine Schwarze geschenkt… ich find diese lütten Wackedinger einfach süß!

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Kapitel 923 / Eigentlich

Eigentlich bilde ich mir ja ein, dass es schon seine Vorteile hat, dass ich seit Jahren oder besser gesagt seit Jahrzehnten als Mieter durchs Leben tingel. Und nur hin und wieder überkommt mich so ein wehmütiges Gefühl, dass es auch ganz schön gewesen wäre, hätte ich damals eine kleine Individualistenhütte zum Kaufen gefunden. (Für nähere Informationen, bitte hier entlang…) Diese gab es aber nicht, und so hatte ich mir stattdessen eine kleine Firma gekauft…

Und immer wenn mir z.B. Nut- und Federvertäfelungen, Billiglaminat, uralt Einbauküchen oder Kachelöfen auf den Nerv gehen, bedaure ich es sehr, diesen leiden Kram nicht einfach von den Wänden und Böden reißen und diesen Mist nicht einfach aus meinem Leben verbannen zu können.

Und nachdem meine Vormieter jeden einzelnen Raum im Rabenhaus in einer anderen bunten Farbe angepinselt hatten, habe ich nun einen Passus in meinem Mietvertrag stehen, dass ich mögliche Farbgebung der Wände mit dem Vermieter absprechen muss. Klar, ich streiche meine Hütte immer in Weiß, das war für mich kein Problem. Doch letztlich steht dieser Passus für alles – es ist und bleibt eine Miethütte und jedwede Veränderung müsste ich mit dem Vermieter absprechen… um Erlaubnis bitten. Mal davon abgesehen, dass größere Veränderungen, z.B. das Herausreißen von Kachelöfen, Billiglaminat, Nut- und Federvertäfelungen oder Einbauküchen ja auch immer eine Investition sind, schließlich muss das ja irgendwer machen, bzw. muss ich dann auch für Ersatz sorgen. Und Holzdielen, Einbauküchen etc. kosten mal nicht eben wenig und ich kann sie auch nicht mitnehmen, wenn ich wieder ausziehen möchte.

Und so lebe ich eigentlich immer in Kompromissen. Und so wird es dann auch bleiben, denn irgendwann ist man einfach zu alt, um sich die Finanzierung einer Individualistenhütte noch an die Beine zu binden.

Dem Professor ist das alles egal – er hat hier alles was er braucht und er schert sich nicht um Nut-und Federverkleidungen, Einbauküchen und den ganzen Kram.

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Und ja, ich bin meinem Vermieter dankbar, dass ich hier sein kann, und dass er mir in der aktuellen Situation mit dem Herabsetzten der Miete entgegengekommen ist, um diese Zeiten irgendwie zu überleben.

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Der Begriff „Schleichwege“ hat dann heute eine ganz neue Bedeutung für mich erlangt. Das Kleine Schwarze weilt für einige Tage außer Haus, so dass ich für diese Zeit die Pflege und Betüddelung ihrer Katzies übernommen habe. Ich mach das ja gern. Und auch wenn die üblicherweise 45 min. dauernde Fahrzeit aktuell nicht so ganz eingehalten werden kann – die A1 ist einfach urlaubstechnisch überlastet – scheue ich den Abstecher nach Hamburg nicht. Nun, schon heute auf der Hinfahrt schwante mir nichts Gutes, da ein Teil der Ironman-Radstrecke entlang des Weges verläuft. Wobei nur der Hinweg passierbar war. Auf dem Rückweg dann dachte ich besonders schlau zu sein und wollte eine alternative Strecke benutzen…wie ungefähr und gefühlt 10tsd. andere auch. Fortan schlich ich in Endlosschlange mit den anderen im Schritttempo des Weges. Und irgendwie hatte ich keinen Gedankengang daran verschwendet, warum mir ebenfalls im Schritttempo und in ununterbrochener Schlange gleichfalls Autos entgegenkommen. Diese vorrangig mit auswärtigen Kennzeichen, wahlweise vollgestopft, wahlweise mit Fahrrädern am Heck, alternativ auch Wohnwagengespanne oder Camper… Nach ca. 20 min. des seichten Schleichens war ich dann ebenfalls angekommen… am Ende des Weges. Die Straße war komplett gesperrt. Also alle man wenden und zurück des Weges. Und wie alle anderen auch, so suchte auch ich hektisch nach einer Alternativstrecke bei Guugle-Maps. Diese fand sind und so schlichen wir gleichsam weiter. Bis zum nächsten Ende des Weges… alle wieder wenden und zurück. Wieder hektisches Suchen nach einer Alternative, die dann auch nur wieder in einer Sackgasse endete…

Das Problem: Guugle wusste nix davon, dass sich emsige Ironmänner in Hamburg auf den Weg gemacht haben, ergo lotste uns Guugle munter von einer Sackgasse in die nächste. Naja, es wären ja auch normalerweise keine Sackgassen gewesen. Auch gab es keine ausgeschilderte Umleitungsstrecke, so dass ich und alle anderen Auswärtigen gezwungen waren irgendeine Form von Navigationsmitteln zu nutzen.

Ich war genervt und gefrustet. Und ich sah mich schon des Nächtens bei spärlicher Straßenbeleuchtung durch Rothenburgsort geistern. Es fühlte sich an wie im Irrgarten. Und es fühlte sich so falsch an, dass ich im 21. Jahrhundert trotz technischer Hilfsmittel einfach nicht wieder aus diesem Murks rauskam. Zeitweise wollte ich einfach nur aussteigen und lautlosheulen. Rothenburgsort ist im Grunde nur ein riesiges Gewerbegebiet und da habe ich so gar keine Orientierungshilfe. Und als mir dann der schneeweiße Tesla mit dem Kennzeichen… zum dritten Mal entgegenkam wusste ich , dass ich hoffnungslos verloren war. Letztlich ließ ich mich mit Guugle wieder an die Adresse vom Kleinen Schwarzen lotsen, machte dann einen riesigen Bogen und fand mich 1,5 Stunden nach Abfahrt endlich im Stau auf der Autobahn wieder… nochmal 1 Stunde Fahrt, dann war ich endlich wieder im Rabenhaus angekommen.

So, und nun mal zu der unangenehmen Seite: Liebe Veranstalter vom Ironman, DAS kann ja wohl nicht euer Ernst sein!!! Eine derartige Großveranstaltung OHNE jegliche Streckenführung für die sich ´n Wolf fahrenden Autofahrer? DAS kann ja wohl nicht sein. Wäre ich die einzige Dumme gewesen, die vor den gesperrten Straßenabschnitten mit blödem Gesichtsausdruck versackt wäre, dann wäre ich halt einfach zu blöd gewesen. Jedoch mit mir waren es hunderte, wenn nicht gar tausende Autofahrer, die ihr habt ohne mit der Wimper zu zucken Endlosschleifen schleichen lassen. Eure CO² -Bilanz dürfe aus diesem Grunde heute für die Tonne gewesen sein und daran ändert auch ein schneeweißer Tesla nix. Und ich habe noch nie soviel Ignoranz gesehen. Jedes Dorffest wird besser geplant, als eure Großveranstaltung. Und ihr habt allemal selber Schuld, wenn euch wenig bis gar kein Verständnis für dererlei Großveranstaltungen entgegengebraucht wird. In diesem Sinne – voll daneben! Echt jetzt!!!

 

Und ja, das Kleine Schwarze und ihre Rabenmutter haben die Robusta dann doch problemlos aus dem Auto bekommen. Ich allein habe es eben nicht geschafft, da  ich einfach aufpassen muss, dass ich meine rechte Hand nicht übermäßig strapaziere. Und die Vorstellung, dass das noch bis Dezember so geht – hm, irgendwie gewöhnt man sich ja an allerlei Unbillen. Und im Grunde habe ich eh keine andere Wahl. Also Augen zu und durch^^

Und hier noch das Ergebnis der Malerarbeiten am Carport und der Doppelgarage. An den beiden offenen Seiten müsste ich noch die „Oberkanten“ streichen. Da aktuell das Wetter sehr unbeständig ist, muss ich einfach mal schauen, wann ich das machen kann.

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Der Professor sieht auf dem Foto nur so lütt aus – in Wirklichkeit ist er viel größer :))

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Kapitel 920 / Untragbar

Und dann ist da ja noch das Kleine Schwarze – hatte ich erwähnt, dass sie auch ihre zweite Ausbildung vor Kurzem mit Auszeichnung bestanden hat? Nun, das Kleine Schwarze ist jetzt ausgelernte Buchbinderin in der Industrie und ausgelernte Buchbinderin im Handwerk. Jaaaa, da gibt es gravierende Unterschiede! Jedenfalls hat das Kleine Schwarze unzählige Ideen im Kopf, was sie mit all dem erlernten Wissen und Können nun anstellen möchte. Und um diese Ideen auch umsetzen zu können bedarf es einiger technischer Hilfsmittel – diese zuweilen jedoch schon steinalt sind. Klar, es gibt alles auch nigelnagelneu was jedoch auch gleichbedeutend mit unbezahlbar ist. Und die alten Schätze zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie garantiert noch die nächsten 50 oder 60 Jahre treu ihre Dienste tun. Nun gut. Als erstes hat das Kleine Schwarze über Kleinanzeigen so ein Pappenschnibbelding erstanden. Sinnigerweise nennt es sich Robust! Und mal ehrlich, kein Hersteller gleich welcher Dinge würde es wagen, einem Teil den Namen Robust zu geben, wenn er sich nicht sicher ist, dass es auch genau das ist… robust eben!

Die der Bezeichnung Robust angefügte 530 steht – so vermute ich jedenfalls – für die maximale Schnittlänge. Von den Ausmaßen jedenfalls kommt das schon mal gut hin. Aber warum erzähl ich das eigentlich alles. Nun ja, das Kleine Schwarze hat in seinem Elfenbeinturm nicht die Möglichkeit umfangreiche Werkelarbeiten auszuführen. Und so wird sie sich wieder eine Werkelecke hier im Rabenhaus einrichten. Ergo musste die Robusta – so heißt das gute Teil nunmehr bei uns – ins Rabenhaus gebracht werden. Der Verkäufer war so freundlich, das Teil in mein Auto zu verfrachten… worüber ich mir ja noch nicht einmal Gedanken gemacht hatte. Ich fand es halt nett… ein Herr der alten Schule der sich wahrscheinlich in Grund und Boden geschämt hätte, wenn er uns das Teil hätte schleppen lassen. So jedenfalls dachte ich still bei mir.

Nach der Ochsentour von Niedersachsen über Hamburg nach Schleswig Holstein und dann wieder nach Hamburg, um das Kleine Schwarze im Elfenbeinturm abzuliefern, fuhr ich doch etwas geschafft zurück zum Rabenhaus. Es war schon spät und ich beschloss mich erst am nächsten Tag der Robusta anzunehmen. Tja, was soll ich sagen – einige Tage sind vergangen und die Robusta dümpelt noch immer in meinem Auto rum. Ich bekomme das Teil einfach nicht raus, ich bekomme es nicht einmal angehoben – kaputte Finger hin oder her, ich würde auch mit heilen Fingern jämmerlich scheitern. Das Teil wiegt gefühlt 100 kg. Am Wochenende kommt das Kleine Schwarze vorbei und dann werden wir gemeinsam versuchen, das Teil aus meinem Auto zu wuppen… ich bin gespannt!

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