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Kapitel 853 / Erntefrisch

Wenn er mir ansonsten auch auf den Hauptnerv geht, der Garten… heute hab ich dann mal die Ernte eingefahren: Zwiebeln und Knoblauch! Die Zwiebeln waren zu Hackepeter mitgebrachte Minizwiebeln vom Schwesterherz, die ich irgendwann im Frühling einfach mal zwischen Rosen und Gedöns ins Beet gesteckt hatte. Der Knoblauch waren muffelige Zehen, die statt ins Essen in die Erde kamen…

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Und dann ist da ja noch die Sache mit den Moosfeldern rund ums Rabenhaus, bzw. mit deren Entfernung zwecks Anlage eines mähfähigen Rasens. Tatsächlich versank der Rasenmäher so tief im flächendeckenden Moos, dass sich das Messer ständig festfraß – technisch gesehen wahrscheinlich eher suboptimal. Womöglich sind die Vormieter nach 17 Jahren nur hier ausgezogen, weil sie selbiges Problem hatten und keinen Nerv jahrelang Versäumtes dann mal nachzuholen: Moosentfernung mittels eines Vertikutierers. So musste sich dann halt meine Wenigkeit an die Beseitigung des Problems machen. Nein, natürlich habe ich das nicht selbst geschafft – wie hätte ich auch den Riesenberg Moos bewältigen sollen, der aus den Rasenflächen gerupft wurde. Am Ende war da nur noch braune Erde sonst nix. Nun ja, dann wurde gedüngt und gesät und seit 3 Wochen gieße ich mir ´n Wolf. Denn dummerweise war dieser Mai nicht kühl und nass, sondern heiß und staubtrocken. Seit 6 Wochen geht das hier schon so und die 2 x als in homöopathischen Mengen sowas wie Regen vom Himmel fiel können getrost unter den Tisch fallen.

Tatsächlich wollte ich nach 10 Tagen des steten abendlichen Bewässerns schon aufgeben – denn wie blöd muss man eigentlich sein, bei der Dürre da draußen staubige Erde mit Wasser zu befeuchten… Doch dann entdeckte ich einen Hauch zarten Grüns über die Flächen ziehen und – mal ehrlich – wie blöd muss man eigentlich sein, dann mit dem Bewässern aufzuhören, wenn man doch schon tausende Liter Wasser in den neuen Rasen investiert hat… Ergo gießt Frau Rabenhaus weiter… und weiter… und weiter… Tatsächlich habe ich schon darüber nachgedacht, freiwillig mehr Nebenkosten an den Vermieter zu zahlen, um einer satten Nachzahlung vorzubeugen – ich denke noch mal drüber nach.

Der Dümpeltümpel wird seit einigen Tagen übrigens beschattet. Ja, ist nicht ganz so hübsch, aber auf jeden Fall sinnvoll. Die Piepmätze haben noch immer ausreichend Platz, um sich zu erfrischen. Außerdem habe ich noch einen Blumentopfuntersetzer mit Wasser dazugestellt – für den Kater! Der kommt jetzt nämlich nicht mehr so gut an den Dümpeltümpel um zu trinken.

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Und dann ist da ja auch noch der Teich im rabenhaus´schen Garten. Als ich hier einzog lag er völlig verwarlost da. Eingezäunt von zwei hässlichen und schon arg zerschlissenen und mit Efeu überwucherten Palisaden dümpelte der Tümpel so vor sich hin. Ewig habe ich gebraucht, um den Efeu von den Holzdingern zu rupfen. Und über eine lange Zeit hatte ich säckeweise das Elendszeug zur Deponie gekarrt.

Als das endlich geschafft war, riss ich die beiden total maroden Palisaden einfach ab. Bis heute verstehe ich nicht, warum man die Holzpfähle, an die die Palisaden befestigt waren, einfach so in die Erde eingebuddelt hat. Ich meine, das die durchgammeln ist doch irgendwie logisch, oder? Naja, der Vormieterhandwerker war ja offensichtlich eh so ein Sonderfall. Erstens: er kannte keinen Zollstock, kein Maßband und keine Wasserwaage. Ergo ist hier alles irgendwie schief, was der mal so gewerkelt hat. Zweitens: um Spalten, Risse und wer weiß was dann wieder auszugleichen bediente er sich einer Kartusche Silicon. Naja, es werden dererlei wohl eher etliche gewesen sein, da es hier keinen Raum gibt, in dem das Zeug nicht irgendwo seinen Einsatzort fand.

So hat der Vormietersuperhandwerker dann auch gleich die Steine rund um den Teich nicht nur mit Zement zusammengeleimt, nein, jede Ritze wurde dann auch noch mit Silicon zugespachtelt. Also ehrlich -geht´s noch? Naja, das Kleine Schwarze und meine Wenigkeit nutzten den gestriegen Tag und das schöne Wetter und rückten dem einzementierten und siliconierten Steinberg am Teich zu Leibe. Der Teich besteht übrigens aus so einer fertigen Teichdingens, die man einfach in ein entsprechendes Loch einbuddeln kann. Leider und offensichtlich in Ermangelung einer passenden Wasserwaage ist das Ding komplett schief – hier bitte das Emoji einfügen, dass sich beide Hände vor die Augen hält.

Und falls es jemanden interessiert, warum ich mir überhaupt die Mühe gemacht habe, den Steinberg abzureißen, sei gesagt: weil der Sch…efeu und der Sch…farn sich durch jede noch so zugekleisterte Ritze gefressen hat und das ganze Ding die Wiege allen Efeufarnelends in diesem Garten war. Und an die mehrere Zentimeter dicken Wurzeln kam ich halt nur dran, wenn der blöde Steinberg weg ist. Sei´s drum. Insgesamt habe ich 4 Grünschnittsäcke Wurzeln und Gedöns aus den Steinen und der Erde gepult, dann die nicht mit Zement verunstalteten Steine von Siliconresten befreit und ersteinmal locker dahin drappiert. 3 Grünlinge und einen Vogelbeerbaum dahinter eingepflanzt und alles gut gewässert. Den Vogelbeerbaum hatte ich übrigens mal von meinem Schwesterherz aus ihrem Garten geschenkt bekommen. Das ist schon viele Jahre her und das kleine Bäumchen hat bisher immer in einem Topf gewohnt. Nun durfte er endlich in die Erde – ich habe ihn erleichtert seufzen hören :)

Dann hatte ich auch noch den vorderen Steinwall von Wurzeln befreit, so dass ich dort  Kräuter einpflanzen kann. Für einen Moment hatte ich gestern noch darüber nachgedacht, die ganze Teichwanne durch eine neue zu ersetzten, oder wenigstens die vorhandene Wanne auszubuddeln um sie waagerecht wieder einzusetzten… aber kurzerhand habe ich beide Gedanken wieder verworfen. Ich meine, hallo, hab ich vielleicht nichts besseres zu tun? Doch, z.B. etliche Meter Friesenwall von Efeu, Unkraut und falscher Bepflanzung zu befreien… aber dazu irgendwann mal mehr.

Auf dem ersten Bild sieht man übrigens schon die maroden Palisaden, da ich seinerzeit schon den Efeu von den Innenseiten abgrissen hatte.

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Ach ja, das Kleine Schwarze hat einen kleinen Molch entdeckt, der an einer seichten Stelle im Dümpeltümpel sein zuhause gefunden hat. Und eine Erdkröte mussten wir übergangsweise in ein extra für sie gebuddeltes Erdloch umsetzten. Sie hatte sich im Steinberg verkrochen. Nun kann sie sich eine neue Bleibe zwischen den Steinen suchen.

Nun muss ich nur noch die Springbrunnenpumpe in Betrieb nehmen, die mein Bruderherz mir bei seinem letzten Besuch mitgebracht hatte und dann ist auch die Sauerstoffversorgung gesichert!

 

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Kapitel 817 / Farbgebung

Zugegeben: es fällt mir etwas schwer mit Freude etwas zu verstreichen, was sich farblich von Weiß unterscheidet. Jedoch war es mir dann doch etwas zu umständlich und vor allem zu arbeits- und kostenintensiv die schnöden Sichtschutzdingens zu weißeln. Ergo blieb mir nichts anderes übrig, als Schadensbegrenzug mittels farbiger Holzlasur zu betreiben. Warum die Vormieter das nicht wenigstens mal alle 2 Jahre gemacht haben ist mir schleierhaft. Nun, vielleicht lag es ja daran, dass man schon früh aufstehen muss, wenn man die Dinger anpinseln möchte. Meine Wenigkeit war heute schon zum 2. Mal pünklich um 7:00 Uhr in der Früh fröhlich bei der Arbeit. Spätestens um 9:00 kommt dann nämlich die Sonne hervorgekrochen und es ist Essig mit den Malerarbeiten. Nicht auf dem Bild zu erkennen: es sind insgesamt 4 Sichtschutzdingens… und morgen ist dann derdiedas letzte dran…

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P.S. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich mannshohe Hecken ätzend finde? Nein? Dann möchte ich das an dieser Stelle deutlich tun!

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