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Posts Tagged ‘Seelenheil’

Kapitel 825 / Zeitig

Immer mal wieder lese ich den Satz auf einem Blog: „… es ist ruhig geworden hier…!“ – naja, jedenfalls so oder so ähnlich. Und dann folgen in der Regel einige Erklärungen, warum der/die BlogschreiberIn aktuell, seit geraumer Zeit oder überhaupt und sowieso keine Lust/Zeit/Gelegenheit oder sonst was hat, um regelmäßig oder überhaupt noch Posts zu verfassen oder zu veröffentlichen. Andere Blogs wiederum verschwinden einfach von der Bildfläche… ohne weitschweifende Erklärungen…

Nun, Rabea Rabenhaus hat nicht vor in naher oder ferner Zukunft ihren Blog zu schließen. Auch denke ich nicht über einen erneuten Ortswechsel nach, um einen Umzug hier in allen Einzelheiten zu zelebrieren (ich glaube es müssten bisher 4 Umzüge gewesen sein die dieser Blog schon mitgemacht hat).  Dem Professor geht es auch gut und ich denke nicht ernsthaft darüber nach die Welt täglich mit einer Anekdote aus seinem Leben zu langweilen.

Was bleibt also? Naja, vielleicht das Leben. Zum Beispiel die Sache mit meiner Mom. Es ist schon über ein Jahr her, dass sie meinte, nicht mehr in ihrem Klein Häuschen bleiben zu wollen. Schon zu der Zeit kam täglich jemand vom ambulanten Pflegeteam, um bei ihr nach dem Rechten zu schauen, da meine Mom immer vergesslicher wurde. Und auch mein großes Schwesterherz besuchte sie jeden Tag, so es ihre Zeit zuließ. Mein großes Schwesterherz war es auch, die das Kunststück fertigbrachte, ein wunderbares Seniorenheim in erstaunlich kurzer Zeit zu finden, in welches meine Mom dann einzog. Seither ist ein Jahr vergangen. Ein Jahr, in dem wir das Klein Häuschen räumen und verkaufen mussten. Ein Jahr, in dem meine Mom immer vergesslicher wurde. Ein Jahr, in dem meine Mom nicht mehr wusste, warum sie dort war wo sie war. Ein Jahr, in dem der Moment kam, als ich die Tür zum Zimmer meiner Mom öffnete, und sie mich nicht mehr erkannte – woraufhin ich eine ganze Woche Schnotten und Tränen geheult hatte… und meinem großen Schwesterherz so dankbar war/bin, dass sie die richtigen/tröstenden/ehrlichen/mutmachenden Worte gefunden hat, um mir über den ersten schlimmen Schmerz hinwegzuhelfen. Ein Jahr ist vergangen, in dem mein großes Schwesterherz immer ein offenes Herz für meine Traurigkeit und zuweilen auch Verzweiflung hatte, mir zugehört, mir Mut gemacht, mir erklärt und mir die Angst genommen hat. Liebes großes Schwesterherz, ich danke dir von Herzen für deine Geduld^^

So ist ein Jahr vergangen. Ein Jahr, in dem ich mir mal keine Gedanken um eine neue Bleibe machen, in dem ich keinen Umzug planen und keine Kisten und Kästen packen musste.

Und am Ende dieses Jahres das Leben dann mit einer neuen Herausforderung aufwartet… weil Krebs ein Arschloch ist und daher all meine Gedanken beim Dad vom Kleinen Schwarzen sind… ich ihm von Herzen alles, alles erdenklich Gute wünsche, alle guten Geister mobilisiere, ihm alle Engel oder wen auch immer schicke, auf dass sie auf ihn aufpassen… ihn behüten und beschützen mögen… für seine OP heute. Alles wird gut! Ich glaube ganz fest daran!

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Nachtrag: Der Dad vom Kleinen Schwarzen hat die komplizierte OP überstanden! Danke auch allen guten Geistern, allen Engeln und allen anderen die auf ihn aufgepasst haben…

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Schon ein Jahr ohne dich

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Ich vermisse dich noch immer…

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(Text von aspera)

 

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… ich vermisse Dich…

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Tage vergehen. Tage an denen ich einfach weitermache. Tage an denen ich einfach funktioniere, weil zu funktionieren mein Leben ist. Doch nun ist es spät in der Nacht. Spät genug, um all meine Gedanken, all meine Erinnerungen an dich aus einer verborgenen Ecke meines Herzens herauszulassen… meinem Schmerz in der Stille der Nacht die Bühne zu geben, die er verlangt. Noch unfähig wirklich zu begreifen, dass du nicht mehr da bist laufen Tränen über mein Gesicht. Wie geht das, frage ich mich, wie geht das mit der Trauer. Ich weiß es nicht. Niemand hat es mir gezeigt, niemand hat sie mich gelehrt. Niemand hat mich darauf vorbereitet. Ist es die Zeit, die all die Wunden heilt? Und sind es die Narben, die bleiben und die uns ein Leben lang an jeden jemals empfundenen Schmerz erinnern…

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